Diamantenhandel: Zertifikate, Förderung und Diamantenmarkt

Diamanten sind außergewöhnliche Edelsteine, deren Kostbarkeit sich nicht nur aus ihrer Seltenheit begründet, sondern ebenso aus der aufwändigen Gewinnung und anschließenden Verarbeitung. Dabei ist jeder gewonnene Diamant ein Unikat mit individuellen Eigenschaften und Merkmalen, die für das bloße Auge kaum zu erkennen sind. Zur Sicherstellung, dass der gehandelte Diamant eindeutig identifizierbar ist und mit einem anderen nicht verwechselt werden kann, wird zu jedem Stein ein Zertifikat ausgegeben, in Deutschland auch Expertisen genannt.

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Was sind Diamantenzertifikate?

Ein Zertifikat ist so etwas wie der Ausweis des jeweiligen Steines, ein Nachweis über seine individuellen Eigenschaften. Dabei erfolgt die Ausstellung in unterschiedlichen Größen. Ohne ein solches Zertifikat ist der Handel mit einem Diamanten nahezu unmöglich. Um Zertifikatsfälschungen vorzubeugen, die auf dem Schwarzmarkt durchaus vorkommen, werden die Zertifikate mit Laser-Hologrammen, Mikrotexten oder speziellen Texturen ausgestattet. Eine Zertifikatnummer, die einmalig vergeben wird, dient zur unverwechselbaren Identifikation des Diamanten.

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Welche Angaben enthält das Diamanten Zertifikat?
Im Zertifikat sind alle exakten Angaben zu den Eigenschaften des jeweiligen Diamanten zu finden. Dazu gehören das Gewicht in Karat, die Reinheit, die Farbe sowie der Schliff unter detaillierter Angabe der Anzahl und der Anlage der Facetten, ebenso wie die Angabe über die Abmessungen und Porportionen des Steines, die Floureszenz, Schleifqualität, Symmetrie und Polierung.
Weitere Angaben wie beispielsweise eventuelle Fehler in der Struktur oder die Rondistendichte sind ebenfalls in diesem Dokument aufgeführt. Jedes Zertifikat weißt ein genaues Datum der Ausstellung auf.

Wer stellt die Zertifikate aus?

Der Diamant wird in den gemmologischen Instituten nach international festgelegten Kriterien genauestens beurteilt. Auf Basis dieser Beurteilung stellen diese Institute das Zertifikat aus. Die drei führenden Institute der Branche sind das Gemological Institute of America (GIA), das Hoge Raad voor Diamant (HRD) sowie das International Gemological Insitute (IGI).

Insbesondere das GIA, welches Niederlassungen in den USA, in Botswana, Südafrika, Indien und Thailand unterhält, genießt den weltweiten Ruf äußerster Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Neutralität.

Das Institut arbeitet nicht gewinnorientiert, sondern hat sich vielmehr der Ausbildung und der Forschung verschrieben.

Auch das in Antwerpen ansässige HRD ist für seine Objektivität und Vertrauenswürdigkeit bekannt. Wie das GIA verfügt das IGI ebenfalls über mehrere Niederlassungen in verschiedenen Ländern und genießt internationale Anerkennung.

Ferner stellen verschiedene Labore wie AGS Laboratories nach Auftrag Diamantenzertifikate aus, deren Anerkennung jedoch nicht immer auch auf internationaler Ebene erfolgt, einige müssen sich aufgrund ihrer Analysen immer wieder globaler Kritiken stellen, während andere, wie die bereits genannten AGS Laboratories einen guten Ruf in der Branche genießen.

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Die weltweite Diamanten Förderung

Diamanten sind als unvergänglich bekannt. Sie sind die härtesten aller Edelsteine und zudem auch diejenigen, welche die längste Historie ihr Eigen nennen. Zu nahezu jeder Zeit der Menschheit wurde der Diamant aufs Höchste geschätzt und besaß einen besonderen Wert. Nicht zuletzt wegen seiner Seltenheit und der Schwierigkeiten, ihn aus der Tiefe der Erde zu Tage zu fördern.

Entstehung der Diamanten, die ersten Funde und Förderung

Diamanten bestehen aus reinem Kohlenstoff. Die charakteristische Kristallisierung entsteht durch die Kombination aus extremer Erhitzung und enorm hohem Druck im Erdinneren.

Dabei sind eine Temperatur von 2.000 Grad Celsius sowie ein Druck von etwa 70.000 kg pro Quadratmeter notwendig, um den Diamanten zu formen. Man nimmt an, dass die Entstehung vor circa 3 Milliarden Jahren in einer Tiefe von bis zu 200 km begann.

Durch verschiedene Vulkanausbrüche gerieten die Edelsteine an die Erdoberfläche, wo sie bis heute abgebaut werden können.

Primär sind Diamanten in den Gruben der erloschenen Vulkane im so genannten Muttergestein vorhanden und werden so in Minenarbeit abgebaut. Darüber hinaus wurde das Vulkangestein im Zuge der jahrtausendealten Erosion natürlich abgetragen und in die Flüsse geschwemmt. Solche Lagerstätten bezeichnet man als sekundär. Sie bezeichnen die ersten Fundorte der Diamanten sowie die ersten dem Menschen bekannte Vorkommen, die ihm zugänglich waren.

Schriften zufolge wurden die ersten Diamanten bereits im 4. Jahrhundert vor Chr. im indischen Fluss Golconda gefunden. Schnell erfreute sich dieser außergewöhnliche Rohstoff großer Beliebtheit und galt als Symbol für Herrscher und Einflussreiche. Die Verarbeitung war aus technischen Gründen zunächst nicht möglich, auch glaubten die Inder, dem Stein damit seiner Magie zu berauben.

Die sekundäre Diamantengewinnung

Viele Jahrhunderte lang war die einzige Möglichkeit, Diamanten zu gewinnen, sich der sekundären Vorkommen in den Flüssen zu bedienen. Die im Gestein eingeschlossenen Diamanten, die aus den Vulkanschloten in die Flüsse geschwemmt worden waren, wurden mit Sieben und Pfannen ausgewaschen. Diese Form des Diamantenschürfens wird teilweise sogar heute noch praktiziert, allerdings findet das Auswaschen des Flussgrundes selbstverständlich nicht mehr manuell statt, sondern erfolgt mittels hochmoderner Technik.

Die primäre Diamantenförderung
Mit Erfindung und stetiger Optimierung des Diamantenschleifens im 15. Jahrhundert wuchs die Beliebtheit der Edelsteine und somit auch die Nachfrage. Diese konnte aus der rein sekundären Gewinnung schnell nicht mehr bedient werden. Nachdem sich die Vorkommen in Indien langsam erschöpften, dafür jedoch neue Diamantenvorkommen in Brasilien und auch Südafrika gefunden wurden, wurden neue Technologien entwickelt, die es ermöglichten, auch die primären Vorkommen fördern zu können.

Diese orientierten sich zunächst an den bereits etablierten Kohle- und Erzbergwerken und wurden schnell auf den Abbau von Diamanten optimiert. Zunächst beschränkten sich die Förderungen auf den Tagebau, nachdem man jedoch zunehmend in tiefere Erdreiche vordrang, und die großen Erdmassen, die dazu bewegt wurden, zur Gefahr wurden, mussten stabile und sichere Bergbaustollen errichtet und der Untertagebau betrieben werden.

Aus dem ursprünglichen Bruchkammerabbau entwickelten sich je nach Anforderungen unterschiedliche Varianten wie der Blockbruchbau oder der Trichterbruchbau. Einige Produzenten spezialisierten sich zudem auf den Abbau der Diamanten, die im Meeresgrund eingeschlossen sind.

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Der Diamantenabbau ist mühselig, selbst bei Lagerstätten mit sehr hohem Vorkommen beträgt der Anteil an Diamanten im Verhältnis zu den abzubauenden Gesteinsmassen 1:25.000. Dies ist nicht zuletzt ein Grund für die Kostbarkeit dieser Edelsteine. Das Gestein muss zur Diamantengewinnung mechanisch zerkleinert werden. Anschließend werden die Diamanten durch ein Sieb in ein Rotationswaschwerk gegeben und mit schweren Mineralen angereichert. Nach der Konzentration durch elektrochemische Flotation laufen die Diamanten mitsamt der Anhaftungen über mit Fett bestrichene Bänder. In der Regel haften Diamanten dem Fett gut an, so dass nach Beendigung dieses Vorgangs die Diamanten frei von Begleitstoffen aus dem erhitzten Fett gelöst werden können.

Alternative technische Verfahren wie die Röntgenluminiszenz oder die elektrostatische Trennung ermöglichen darüber hinaus die Gewinnung selbst kleinster Diamanten.

Da die Nachfrage stetig steigt, muss die Technologie zur Förderung von Diamanten auch weiterhin stetig verbessert und vorangetrieben werden, so dass sich diese Branche in einem steten Wandel befindet.

Der Handel an Diamantenbörsen

Der wohl schönste und begehrteste Edelstein der Welt ist der Diamant. Seine Kostbarkeit ergibt sich nicht nur aus der Seltenheit dieses Rohstoffes und der Schwierigkeit, ihn entsprechend abzubauen, sondern auch aus der hohen Kunst der Diamantenschleiferei, die es erst ermöglicht, dass aus dem Rohdiamanten ein wertvoller und facettenreicher Edelstein wird. Unsere Experten vom Diamantenankauf Düsseldorf haben für Sie eine kleine Übersicht zusammengefasst – als Einstieg in die Welt des Diamantenhandels.

Diamantenbörsen: Ein globaler Markt

Nicht ohne Grund werden Diamanten teuer gehandelt. Dabei besitzt jeder Diamant seine individuellen Eigenschaften, die ihn unverwechselbar machen, jedoch für das bloße Auge selbst mit Kennerblick nicht auszumachen sind.

Entsprechende Zertifikate, die die Eigenschaften des jeweiligen Steines ausweisen, sind daher beim An- und Verkauf von Diamanten in der Regel vonnöten, andernfalls lässt sich der Diamant nur schwer verkaufen. Die Echtheit solcher Zertifikate wird anhand mit moderner Lasertechnik erstellter Merkmale sichergestellt. Sie haben spezifische Fragen zu Zertifikaten? Unsere Diamanten-Experten in Köln und Düsseldorf beraten Sie gerne.

Nach wie vor ist der Diamantenhandel eine höchst delikate Angelegenheit, die nicht über herkömmliche Ladentheken getätigt wird. Es handelt sich vielmehr um einen globalen Markt, operiert wird auf internationaler Ebene.

Während die Rohdiamanten vorrangig in Afrika –insbesondere in Südafrika, Botswana und Sierra Leone – in Kanada, Russland, Brasilien und Indien gefördert werden, konzentriert sich das Kaufen und Verkaufen von Diamanten auf vier große Zentren. In New York, Tel Aviv, Mumbai, London und Antwerpen befinden sich diese Diamantenbörsen, die täglich Schauplatz Traditionsgeschäftes Diamantenhandel sind und deren Distrikte zu jenen gehören, die über die weltweit größten Sicherheitsvorkehrungen verfügen.

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Diamantenbörse in New York – Zentrum des US-amerikanischen Diamantenhandels

In der 47. Straße zwischen der Fifth und Sixth Avenue in Manhattan befindet sich der so genannte Diamond District.

Die äußere Unscheinbarkeit trügt. Im Jahr werden hier mit den Edelsteinen rund 24 Milliarden Dollar umgesetzt.

Rund 90 % aller importierten Diamanten finden den Weg zunächst in dieses New Yorker Viertel.

Neben dem Handelszentrum, in dem die Rohdiamanten wie auch die geschliffenen Edelsteine ihre Besitzer wechseln, werden die Steine im Diamond District auch direkt zu kostbaren Schmucksteinen verarbeitet und in einer der zahlreichen Läden verkauft.

Tel Aviv – die größte Diamantenbörse der Welt

Die größte Diamantenbörse der Welt befindet sich in der kleinen israelischen Stadt Ramat Gan in der Nähe von Tel Aviv. Der Diamantenhandel ist hier jüdisches Traditionsgeschäft und in erster Linie Ehrenhandel, der festen Ritualen folgt. Dabei wurde hier mit dem Israel Diamond Center ein Gebäudekomplex erschaffen, der an technischer Ausstattung und gemessen am Sicherheitsstandard seinesgleichen sucht. Die Diamantenbörse Tel Aviv beherbergt neben dem Auktionssaal eine Infrastruktur, die der einer Kleinstadt ähnelt und den rund 15.000 Angestellten alles bietet, was im Alltag benötigt wird. Der größte Teil der Diamanten, die hierher gelangen, stammt aus Russland, Kanada und Australien.

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Mumbai – Diamantenzentrum Indiens

Die indische Diamantenbörse ist im ehemaligen Bombay, heute Mumbai genannt, zu finden.

Sie ist mit ihrem Gründungsjahr 1984 im Vergleich zu den anderen Diamantenbörsen relativ jung, gilt aber schon jetzt als eine der bedeutendsten Stätten für den Diamantenhandel. Dies liegt unter anderem an der für Handelsgeschäfte ohnehin günstigen Lage an der Westküste, durch die die Metropole generell als wichtigste Handelsstadt des Subkontinents gilt.

London – traditionsreiche Handelsstadt des europäischen Westens

Mehr als hundert Jahre lang hatte die britische Hauptstadt quasi das Monopol auf den Diamantenmarkt, heute wird diese Vormachtstellung durch die Konkurrenz aus Asien bedroht. Dabei hat der Diamantenhandel in London eine lange Historie. Die Briten beschränken sich nicht auf den An- und Verkauf der kostbaren Edelsteine, sie gelten auch als die weltweit größten Produzenten. In London werden ausschließlich Edelsteine aus den eigenen Minen in Botswana, Namibia und Südafrika gehandelt.

Antwerpen – geschichtsträchtige Diamantenhochburg

Wer Diamanten kaufen und verkaufen möchte, kommt an der belgischen Hafenstadt nicht vorbei. Hier besitzt der Diamantenhandel nicht nur eine sehr lange Tradition, sondern findet hier auch heute noch seinen weltweit bedeutendste Handelsstätte.

Gleich vier Diamantenbörsen sind in Antwerpen zu finden, dazu ein Diamantenbörsen und über 1.500 Diamantenunternehmen. Circa 60 Prozent aller Rohdiamanten werden hier gehandelt. Die Bedeutung Antwerpens bleibt damit in der Branche unangefochten.

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